Eine Waldorf-Klasse wandert über die Alpen

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2.Etappe

Uffing – Bad Kohlgrub / Deutschland


Blick auf das Hörnle bei Bad Kohlgrub

Am Morgen trafen wir uns mit der zweiten Hälfte der Klasse am Spielplatz in Uffing. Die erste Hälfte der Klasse, die eine Woche zuvor bereits diese Strecke gewandert war, hatte eine tolle Karte gezeichnet, die uns den Weg wies.

Schnell liessen wir die Häuser hinter uns und machten bereits auf einer der ersten Bänke hinter dem Dorf eine kleine Brotzeitpause. Die Sonne schien herrlich und weit hinten am Horizont waren schon die Berge zu sehen. Der Weg schlängelte an grünen Wiesen vorbei, durch einen kleinen Wald, wo die Kinder viele leckere Blaubeeren pflückten. Auf dem Weg entdeckten wir viele Tiere, Raupen,viele verschiedene Käfer und eine halbe, tote Blindschleiche. Die Mittagspause verbrachten wir an einem Bach im schattigen Wald, wo die Kinder nach dem Picknick ihre Badehosen anzogen und im Wasser wild toben und sich erfrischen konnten. Danach fand eine tolle Suche nach dem Schatz statt, den die erste Gruppe in der Woche zuvor für ihre Klassenkameraden versteckt hatte. Als der Schatz unter einem Baum gefunden wurde, durfte jedes Kind sich einen kleinen Stein aus dem Beutel aussuchen. Nun folgten wir mit strammem Fuß weiter der Karte, denn wir wollten ja pünktlich am Bahnhof sein. Aber nachdem der Weg in der brennenden Sonne steil einen Berg hinauf geführt hatte, entdeckten wir in einem kleinen Dorf eine Tränke aus Holz und wir beschlossen, schnell noch die Trinkflaschen aufzufüllen. Immer mehr Schuhe fielen plötzlich von den Füssen und nach und nach stiegen immer mehr Kinder in die Tränke und nahmen zum zweiten Mal an diesem Tag ein kühlendes Bad. Nicht nur die Füße und die Haare, sondern auch die meisten Kleider waren danach pitschnass. Glücklicherweise ging es auf dem weiteren Weg fast nur noch bergab. Schließlich erreichten wir am Nachmittag glücklich in Bad Kohlgrub den Zug, der uns zurück nach Uffing brachte, wo die Eltern die müden aber zufriedenen Wanderer in Empfang nahmen.

1.Etappe

Huglfing – Uffing / Deutschland


Start bei Huglfing

Morgens, am 4. Juli 2019 startete die 1. Klasse ihre Etappenwanderung von der Waldorfschule in Huglfing. Es ging die Hauptstraße entlang bis zur Moosmühle, bei der wir die Straße überquerten, um am Spielplatz vorbei zum Hungerbach zu kommen. 

Die Kinder waren vom klaren Wasser, den Pflanzen darin und einigen Fischen total begeistert. Am Bach entlang ging es durch die Eisenbahnunterführung und dann ein langes Stück neben dem Bahngleis bis zum Trachtenheim, bei dem der Anstieg Richtung Deimenried die Kinder hungrig machte. Nach dem Ortsschild machten wir bei einer gemütlichen Bank unter einigen Eichen die erste Brotzeit, bei der die Kinder anschließend noch etwas spielten.

Dann ging es weiter, am Georgenhof vorbei, bei dem wir in einiger Entfernung Murnau-Werdenfelser Rinder und Hirsche beobachten konnten. Nach ca. einem Kilometer bogen wir links in einem Feldweg ab um durch den Wald zu einer Viehweide zu kommen, auf der einige „Schumpa“ (Jungtiere) standen, die sich darauf freuten, von den Kindern gekrault zu werden. Es ging weiter durch den Wald, bis wir auf einen Kiesweg kamen und nach zweihundert Metern machten wir unter einer Baumgruppe die zweite Pause, bei der die Kinder ein paar Pferde beobachten konnten.

Frisch gestärkt kamen wir dann wieder Richtung Eisenbahngleis und folgten dem Feldweg auf der rechten Seite, vorbei an zwei kleinen Seen bis zur einer wunderschönen Feuchtwiese, auf der unvorstellbar viele Pflanzen wuchsen und es von Insekten nur so wimmelte. Die Kinder entdeckten sofort alles Mögliche und berichteten dies ausführlich, wobei sie brav hintereinander gingen, um die kostbare Feuchtwiese nicht unnötig zu zertrampeln. Am Ende der Feuchtwiese durften sie wieder losrennen und wir kamen über eine frisch gemähte Wiese auf einen Feldweg, den wir dann Richtung Uffing wanderten. An der nächsten Kreuzung bogen wir links ab und überquerten, unter Aufsicht der Erwachsenen, das Eisenbahngleis. Nach ca. 500 Metern hatten wir unser Ziel, den Spielplatz beim Uffinger Bahnhof, erreicht und die Kinder hatten trotz der langen Strecke noch genügend Energie, um ausgiebig zu spielen.